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Baden-Württemberg: Breisgau S-Bahn 2020 – DB Regio erhält Zuschlag für Ost-West-Achse

Den Zuschlag für den Betrieb des Vergabenetzes „Breisgau Ost-West“ erhält ab Dezember 2019 für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr die DB Regio. Die Nahverkehrszüge fahren in dem Netz dann umsteigefrei durch.

Von Dezember 2019 an fahren die Nahverkehrszüge im Netz „Breisgau-Ost-West“ (Vergabenetz 9a) an Werktagen umsteigefrei durch. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um drei Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig rund acht Euro pro Zugkilometer. Neben dem durchgehenden Halbstundentakt zwischen Breisach, Endingen und Neustadt profitieren die Fahrgäste von zahlreichen weiteren Verbesserungen wie mehr Sitzplätze, größere Mehrzweckbereiche beispielsweise für Fahrräder und Skiausrüstungen, Klimaanlagen oder WLAN in den Fahrzeugen“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums.

Den Zuschlag für den Betrieb des Vergabenetzes „Breisgau Ost-West“ erhält ab Dezember 2019 für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr DB Regio. Die unterlegenen Bieter haben gegen diese Entscheidung keinen Widerspruch eingelegt.

DB Regio wird neue drei- und vierteilige Elektrotriebwagen der Firma Alstom vom Typ Coradia Continental einsetzen. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Um den Lärmschutz an der Strecke voranzutreiben, wurde eine Spurkranzschmierung zwingend vorgegeben. Dadurch wird das Quietschen beim Bremsen oder in engen Kurven deutlich reduziert. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Gesprächen mit Eisenbahnverkehrsunternehmen und Fahrzeugherstellern bezüglich weiterer Optimierungen geführt.

Weitere Maßnahmen gegen Zuglärm werden geprüft

DB Regio hat außerdem ein Zusatzangebot gemacht: Die Züge können mit einer Schienenkopf-Konditionierungsanlage ausgerüstet werden. Hierbei werden neben den Spurkränzen –– auch die Laufflächen besprüht. Das Land wird gemeinsam mit der Region prüfen, ob diese zusätzliche Investition sinnvoll und umsetzbar ist.

Die erfolgreiche Betriebsaufnahme im Dezember 2019 hängt auch von einer rechtzeitigen Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes Breisgau S-Bahn 2020 in der 1. Stufe 2018 ab. Hierzu zählt insbesondere die Elektrifizierung der Strecken Breisach – Freiburg, Endingen – Gottenheim und Neustadt – Donaueschingen. Der Zeitplan für die einzelnen Projekte sieht eine Fertigstellung bis spätestens Juni 2019 vor. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind in den Jahren 2017 und 2018 vorgesehen. Die Infrastrukturbetreiber DB Netz AG, DB Station und Service AG und die SWEG arbeiten zielstrebig auf eine rechtzeitige Fertigstellung hin.

An der Finanzierung des Verkehrsangebotes ist nicht nur das Land, sondern auch der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) beteiligt. So finanziert der ZRF den Halbstundentakt zwischen Gottenheim und Endingen zu den Nebenverkehrszeiten. Die für das Verkehrsangebot nötigen Infrastrukturmaßnahmen von mehr als 300 Millionen Euro werden vom Bund, vom ZRF, vom Land und vom Schwarzwald-Baar-Kreis finanziert. „Wir setzen darauf, dass die erheblichen Angebotsausweitungen zu deutlich mehr Fahrgästen führen und dadurch der Marktanteil des Öffentlichen Verkehrs im Breisgau weiter steigen wird“, so die Sprecherin.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

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