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Deutsches Baugebwerbe: Beurteilung der Geschäftsentwicklung bleibt verhalten

Die Mitgliedsunternehmen des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe bewerten ihre Geschäftslage und Umsatzerwartungen weiter verhalten. Das ergab die monatliche Schnellumfrage des Verbands über die Nachfrage- und Produktionsentwicklung im Baugewerbe.

Während die Geschäftslage im Wohnungsbau weiterhin recht positiv bewertet wird, liegen die Urteile zu den anderen Bausparten bei „befriedigend“ (Wirtschaftsbau, öffentlicher Tiefbau) bzw. „unbefriedigend“ (öffentlicher Hochbau).

Die Auftrags- und Geschäftsentwicklung wird für die nächsten drei Monate unverändert bis abnehmend erwartet. Maßgeblich dafür dürfte die Beurteilung der Nachfrage nach Bauleistungen sein. Hier werden derzeit keine steigenden Impulse gesehen. Die Beurteilung liegt für alle Bausparten (auch für den Wohnungsbau) bei „unverändert“ bis „rückläufig“. Dies ist nach wie vor auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Die Geräteauslastunghat gegenüber dem Vormonat etwas nachgegeben. Im Hochbau wird eine Auslastung von 76 % (Vormonat 78 %) gemeldet, im Tiefbau sind es 71 % (Vormonat 72 %). Hier dürfte sich der Urlaubsmonat Juli bemerkbar machen. Allerdings hat das Niveau insgesamt gegenüber dem Vorjahr deutlich nachgegeben. Die Geräteauslastung lag vor einem Jahr im Hochbau bei 83 % und im Tiefbau bei 79 %.

Die Auftragsbestände halten gut das Vormonatsniveau. Im Hochbau sind es 3,7 Monate im Juli, nach 3,6 Monaten im Juni. Im Tiefbau melden die Unternehmen 2,8 Monate im Juli, nach 2,5 Monaten im Juni. Seit April fällt der Straßenbau dabei deutlich ab. Während sich bis zum März noch das Niveau des übrigen Tiefbaus hielt, liegt er seither erkennbar unter diesem Niveau. Im Juli werden hier 2,4 Monate gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind auch die Reichweiten der Aufträge etwas abgeschmolzen. Sie lagen im Hochbau vor Jahresfrist bei über 4 Monaten und im Tiefbau bei 3,5 Monaten.

Die Investitionstätigkeit ist gegenwärtig stark auf Ersatzbeschaffungen konzentriert.

Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

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