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Bundesregierung: Viele mangelhafte Schutzmasken

Zahlreiche importierte Corona-Schutzmasken haben sich bei Qualitätsprüfungen als mangelhaft erwiesen. Das geht aus der Antwort (19/21798 [1]) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/21452 [2]) der Grünen-Fraktion hervor. Inzwischen hat es den Angaben zufolge mehr als 5.400 Prüfverfahren mittels Checklisten und mehr als 3.000 Laborprüfungen gegeben.

20 Prozent der geprüften Masken haben das Checklisten-Verfahren nicht bestanden. Bei der anschließenden Laborprüfung für Masken, die das Checklisten-Verfahren bestanden haben, fielen 40 Prozent durch.

Die Checklisten-Prüfungen ergaben Mängel unter anderem beim Aussehen und der Farbe, beim Material, bei der Passform, beim Geruch, beim Design, bei Zertifikaten und der Vollständigkeit. Bei den Labortests lagen Mängel in vielen Fällen beim Atemwiderstand und bei der Durchlassprüfung.

Materialfehler könnten vom Träger der Maske in der Regel wahrgenommen werden und führten nicht zu einer unbewussten Selbstgefährdung. Auch ein erhöhter Atemwiderstand zeige dem Träger an, dass die Maske fehlerhaft sein könnte. Anders sei es bei verminderter Filterleistung, die anhand erhöhter Durchlasswerte festgestellt werde. Diesen Mangel könnten Maskenträger nicht bewusst wahrnehmen. Partikelfilternde Halbmasken mit mangelhaften Durchlasswerten gewährleisteten deshalb nicht den Schutz, auf den die Träger vertrauten.

Quelle: Bundestag

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