Vergabeblog

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Politik und Markt

Vergabebericht 2012 des Freistaates Sachsen liegt vor

Der Bericht enthält die Auswertung der Vergaben der staatlichen Stellen im Freistaat Sachsen, deren Verfahren in der Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 durch Zuschlagserteilung beziehungsweise Vertragsschluss abgeschlossen wurden. Danach überwog der Anteil der Freihändigen Vergaben gegenüber den Ausschreibungen sowohl hinsichtlich der Zahl der Aufträge als auch des Auftragsvolumens.

Im Jahr 2012 wurden von den staatlichen Stellen im Freistaat Sachsen insgesamt 126.756 Aufträge mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 805.021.452 EUR vergeben. Im Vergleich zum Berichtsjahr 2011 ist das Auftragsvolumen um 1,20 %, die Zahl der Aufträge an die Wirtschaft um 6,90 % gestiegen.

Öffentliche Ausschreibungen

Im Berichtszeitraum wurden 2.460 Aufträge im Rahmen von Öffentlichen Ausschreibungen vergeben; im Jahr 2011 waren es nur 2.276 Aufträge. Das Gesamtvolumen der Aufträge, die auf  Öffentliche Ausschreibungen zurückgehen, betrug im Jahr 2012 rund 245,0 Millionen EUR. Im Vorjahr waren es ca. 267,5 Millionen EUR. Festzustellen ist somit eine Zunahme der Zahl, dagegen ein Rückgang des Auftragsvolumens. Der durchschnittliche Auftragswert der Öffentlichen Ausschreibungen betrug im Berichtsjahr 99.589 EUR und lag somit unter dem des Vorjahres (117.510 EUR).

Beschränkte Ausschreibungen

Die Zahl der Beschränkten Ausschreibungen hat im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Sie stieg im Jahr 2012 um 41 auf 2.655 Vergaben. Der Gesamtwert aller Aufträge, die im Berichts Jahr beschränkt vergeben wurden, betrug etwa 71,6 Millionen EUR. Im Verhältnis zu dem Auftragsvolumen in Höhe von ca. 78,9 Millionen EUR im Jahre 2011 kam es hier zu einem Rückgang. Der durchschnittliche Auftragswert der Beschränkten Ausschreibungen lag im Berichtsjahr bei 26.973 EUR. Hier ist somit ebenso eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr (30.176 EUR) festzustellen.

Freihändige Vergaben

Der Anteil der Freihändigen Vergaben überwog gegenüber den Ausschreibungen weiterhin sowohl hinsichtlich der Zahl der Aufträge als auch des Auftragsvolumens. Im Berichtsjahr wurden 121.641 Aufträge mit einem Auftragswert in Höhe von rund 488,4 Millionen EUR freihändig vergeben. Im Jahr 2011 gab es 113.688 Freihändige Vergaben mit einem Gesamtvolumen in Höhe von etwa 449,1 Millionen EUR. Damit ist im Bereich der Freihändigen Vergaben gegenüber dem Berichtsjahr 2011 eine Zunahme sowohl der Zahl der Aufträge als auch des Auftragsvolumens festzustellen. Der durchschnittliche Auftragswert freihändig vergebener Aufträge lag bei 4.015 EUR und war damit etwas höher als im Vorjahr (3.951 EUR). Er liegt damit jedoch weit unter den Werten, bis zu denen die Sächsische Vergabedurchführungsverordnung (SächsVergabeDVO), die im Berichtsjahr noch in Kraft war, eine Freihändige Vergabe zuließ (Lieferungen und Dienstleistungen: 13.000 EUR, Bauleistungen: 25.000 EUR, jeweils ohne Umsatzsteuer).

Datenermittlung

Zur Erstellung wurden die Angaben bei der Sächsischen Staatskanzlei, den Sächsischen Staatsministerien, dem Sächsischen Rechnungshof und dem Sächsischen Landtag abgefragt. Darüber hinaus wurden die 1. VK des Freistaates Sachsen und das OLG Dresden um Übermittlung statistischer Angaben gebeten.

Sie finden den vollständigen Bericht hier.

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