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Politik und Markt

Tellerrand: Großbritannien: Zuschlag für weltgrößten Offshore-Windpark

In Großbritannien wurden neue Ergebnisse einer Auktionsrunde zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Projekte veröffentlicht. Innogy und Dong Energy erhalten dabei Zuschläge für große Offshore–Windparks, einer davon wird sogar der größte weltweit sein.

Bei den in Großbritannien eingesetzten Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energie können sich Unternehmen mit Projekten bewerben, die bei Auktionserfolg eine feste Vergütung für den erzeugten Strom erhalten. Diese Vergütung entspricht dem höchsten in der Auktion bezuschlagten Tarif in der jeweiligen Energiesparte. Dieses Verfahren wird auch mit dem Begriff „Contract for Difference“ (CfD) bezeichnet.

Aktuelle Ausschreibung: Offshore-Windenergie im Fokus

Das britische Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie hat die Ergebnisse der aktuellen Ausschreibungsrunde veröffentlicht. Insgesamt wurden elf Projekte verschiedenster Technologien mit einer Gesamtleistung von über 3.300 Megawatt (MW) berücksichtigt. Zwei Biomasse-Projekte (rund 86 MW), sechs Projekte mit fortschrittliche Umwandlungstechnologien wie Pyrolyse- und Vergasungsverfahren (rund 64 MW), die restlichen drei Projekte sind Offshore-Windprojekte (3.196 MW), darunter das bislang größte Projekt weltweit.

Dong Energy kommt mit weltgrößtem Windpark Unternehmensziel näher

Den Zuschlag für das größte Projekt der gesamten Ausschreibung hat der dänische Energiekonzern Dong Energy erhalten. Das Unternehmen erhält eine Förderung für den Offshore-Windpark „Hornsea Project Two“ mit einer Gesamtleistung von 1.386 MW. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei dem Windpark, der bis zu 1.300.000 Haushalte versorgen kann, um den größten Windpark der Welt. Die Inbetriebnahme soll bis 2022 erfolgen. Die Förderhöhe pro Kilowattstunde beträgt 5,75 britische Pence (6,33 Cent/kWh) und ist damit rund 50 Prozent geringer als der höchste bezuschlagte Preis aus der letzten Ausschreibungsrunde. Dong Energy befindet sich derzeit im Bau von Hornsea Project One mit einer Gesamtleistung von 1.200 MW und plant bereits Hornsea Project Three. Das Unternehmen will bis 2025 eine Gesamtleistung im Offshore-Bereich von 11.000 bis 12.000 MW erreichen.

Auch RWE-Tochter erhält Zuschlag

Auch die RWE-Tochtergesellschaft Innogy SE hat bei der Ausschreibung den Zuschlag erhalten, und zwar für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll. Mit einer geplanten installierten Leistung von 860 MW ist dieses Projekt das drittgrößte in der Ausschreibungsrunde. Das norwegische Energieunternehmen Statkraft beteiligt sich mit 50 Prozent an dem von Innogy geführtem Projekt, das rechnerisch mindestens 800.000 Haushalte versorgen kann. Der bezuschlagte Preis beträgt 7,475 britische Pence je kWh (8,23 Cent/kWh). Das Investitionsvolumen für den geplanten Windpark, für den bereits alle Genehmigungen vorliegen, beträgt rund 2 Milliarden Britische Pfund (2,2 Mrd. Euro). Die finale Investitionsentscheidung soll Mitte 2018 getroffen werden. Im selben Jahr ist der geplante Baustart für den Windpark, der dann 2021 In Betrieb genommen werden soll.

Quelle: IWR Online

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