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Zukünftig bessere Recyclingfähigkeit?

Die europäische Allianz für Kunststoffrecycling will die Recyclingfähigkeit von 26 Kunststoffprodukten sicherstellen, die für Verpackungen, im Bau, in der Landwirtschaft und bei Haushaltsgeräten verwendet werden. Diese Produkte machen über 60 Prozent der in Europa gesammelten Kunststoffabfälle aus. Damit soll das Ziel, bis zum Jahr 2025 in Europa jährlich zehn Millionen Tonnen recycelter Kunststoffe bei der Herstellung neuer Produkte einzusetzen, erreicht werden. Das hat die EU-Kommission heute (Montag) bekannt gegeben.

EU-Binnenmarktkommissar Breton begrüßt diesen Schritt und lobte die Arbeit der Allianz: „Mit der Europäischen Allianz für Kunststoffrecycling zeigt die Kunststoff-Wertschöpfungskette eine großartige Zusammenarbeit im Hinblick auf den Übergang zu Kreislaufkunststoffen. Die Mobilisierung aller öffentlichen und privaten Akteure entlang der Wertschöpfungskette und in den wichtigsten kunststoffverarbeitenden Sektoren verbessert auch die Widerstandsfähigkeit Europas, indem sie die Nutzung von Kunststoffabfällen als wertvolle Ressource maximiert. Ich begrüße diese Bemühungen und zähle auf das weitere Engagement der Allianz.“

Die Allianz hat zudem einen neuen Fahrplan entwickelt, mit dem das Ziel der 10 Millionen Tonnen bis 2025 erreicht werden soll. Diesen will sie im Austausch mit nationalen und lokalen Behörden und allen anderen interessierten Akteuren regelmäßig aktualisieren.

Außerdem hat sie eine Methodik und Regeln für ein neues EU-weites Überwachungssystem für recycelte Kunststoffe angenommen und bereitet einen Bericht vor, um die Integration von recycelten Kunststoffen in Produkte bis 2025 zu erhöhen.

Den Startschuss für die Allianz gab die EU-Kommission im Dezember 2018, mit dem Ziel, 10 Millionen Tonnen recycelte Kunststoffe bis 2025 zu liefern. Seit dem Start ist die europäische Produktion von recycelten Kunststoffen um fast 30 Prozent gestiegen. Heute vertritt die Allianz fast 300 Organisationen aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor aus der gesamten Wertschöpfungskette für recycelte Kunststoffe.

Quelle: EU Kommission

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