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BMUB fördert Pilotprojekt für Oberleitungs-Lkw

Schleswig-Holstein bekommt eine Teststrecke für Oberleitungs-Lkw. Bis spätestens Ende 2018 soll auf einem sechs Kilometer langen Teilstück der A 1  zwischen Reinfeld und Lübeck eine Teststrecke für Elektro-Lkw entstehen.

Das Pilotprojekt auf einem etwa sechs Kilometer langen Teilstück zwischen Reinfeld und Lübeck wird mit rund 14 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ des Bundesumweltministeriums gefördert.  Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, überreichte am 3. Februar den Förderbescheid an Ministerpräsident Torsten Albig.

Der emissionsarme Elektro-Lkw hat einen Wirkungsgrad von circa 80 Prozent und ist damit ungefähr doppelt so effizient wie ein herkömmlicher Lkw.

„Mit einer Elektrifizierung der A1 kann Schleswig-Holstein seine Drehscheibenfunktion für den Verkehr zwischen Skandinavien und Kontinentaleuropa zukunftsfähig machen. Als eines der schönsten Tourismusgebiete in Deutschland zeigt Schleswig-Holstein sein Verantwortungsbewusstsein für Umweltschutz und nachhaltigen Verkehr“, so der Regierungschef. Wie Albig weiter ausführte, sei der Norden für das Pilotprojekt geradezu prädestiniert: „Wir sind Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien. Der erste E-Highway in Schleswig-Holstein kann Beispiel werden für viele weitere Autobahn-Kilometer mit Oberleitungen in ganz Deutschland.“ Güterverkehr, Mobilität und Umwelt könnten so zukünftig besser vereinbart werden. Bei der neuen Technik reiche es dabei aus, einzelne Abschnitte der Autobahn zu elektrifizieren, zwischen denen dann mit Strom aus dem Akku gefahren werden könne.

Staatssekretär Flasbarth ergänzt: „Oberleitungs-Lkw sind eine besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr. Denn wir haben zwar viele erneuerbare Energien, gerade in Schleswig-Holstein, müssen aber trotzdem sparsam mit ihnen umgehen, da wir sie in allen Sektoren benötigen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Wir haben Oberleitungs-Lkw auf einer nicht öffentlichen Teststrecke bereits seit mehreren Jahren erprobt. Jetzt ist die Technologie reif für einen Test unter realen Bedingungen, auf der Autobahn und eingebunden in die Logistikketten.“

Das Wirtschaftsministerium in Kiel als Projektantragsteller kooperiert bei diesem Pilotprojekt mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Dort wird der „E-Highway“ geplant.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

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