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1.000.000.000 EUR Förderung zur Erforschung und Entwicklung innovativer mikroelektronischer Anwendungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat vergangene Woche die erste Million Euro zur Förderung der Mikroelektronik in Deutschland ausgezahlt. Im Rahmen eines „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ investiert die Bundesregierung insgesamt eine Milliarde Euro in die Erforschung und Entwicklung innovativer mikroelektronischer Anwendungen.

Im digitalen Zeitalter ist die Mikroelektronik eine Schlüsseltechnologie für Innovationen. In vielen Branchen wie dem Maschinenbau, der Fahrzeugtechnik oder der Medizintechnik ist sie die Basis für neue und leistungsfähige Produkte und Dienstleistungen – in Zukunftsfeldern wie der Künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologie ist sie zentral. Um nicht von anderen abhängig zu sein, brauchen wir in Deutschland und Europa eine starke und innovative Halbleiterindustrie, unsere technologische Führungsposition müssen wir sichern und ausbauen. Mit dem IPCEI Mikroelektronik – dem EU-weit ersten Projekt dieser Art – wollen wir daher gemeinsam mit unseren Partnern in Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich einen kräftigen Innovationsschub auslösen. Das ist gelebtes Europa. Allein in Deutschland werden wir eine Milliarde Euro in die Zukunft der Mikroelektronik investieren und so dazu beitragen, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Heute zahlen wir die erste Million,“ so Bundesminister Altmaier.

Insgesamt 20 deutsche Unternehmen, die ihrerseits weitere 3,1 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung der Mikroelektronik investieren, profitieren von der Unterstützung durch das BMWi. Im Fokus stehen Chipherstellung, Design von Hardware, Prozesswissen, Foundry-Expertise, Produktionsanlagen und nachgelagerte Anwendungen der verschiedensten Branchen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind ebenso vertreten wie Großunternehmen. In Sachsen wird das vorhandene Mikroelektronik-Cluster in Dresden und Umgebung weiter ausgebaut. Die ersten Fördermittel in Höhe von insgesamt einer Million Euro werden heute an die AP&S GmbH in Donaueschingen, die Cologne Chip AG in Köln sowie die RACYICS GmbH in Dresden ausgezahlt.

Um den Wirtschaftsraum Europa zu stärken, hat die Europäische Kommission im Dezember 2018 das IPCEI Mikroelektronik beihilferechtlich genehmigt. Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich unterstützen mit insgesamt 1,75 Milliarden Euro die Forschung und Innovation in der Mikroelektronik.

Um den Aufbau eigener Batteriezellfertigungen in Deutschland und Europa voranzutreiben, arbeitet das BMWi aktuell gemeinsam mit anderen europäischen Mitgliedstaaten daran, ein weiteres IPCEI zu realisieren. Insbesondere mit Blick auf die Elektromobilität ist es zentral, dass zukünftig wettbewerbsfähige, innovativen und nachhaltige Batteriezellproduktion in Deutschland und Europa entwickelt und hergestellt werden. Auch hierfür hat das BMWi eine Milliarde Euro reserviert.

Quelle: BMWi

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