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Politik und MarktVerkehr

Bund setzt bei eigenen Schiffen verstärkt auf LNG-Antrieb

Die Generalzolldirektion plant die Anschaffung eines hochseegängigen Einsatzschiffs mit LNG-Antrieb. Nach dem Forschungsschiff „Atair“, das im September getauft wird und den Mehrzweckschiffen „Scharnhörn“ und „Mellum“, die 2021 in Dienst gestellt werden sollen, wird mit dem neuen Zolleinsatzschiff ein weiteres Schiff mit LNG-Antrieb die Bundesflotte verstärken.

„Ich begrüße sehr, dass der Bund das „Greening“ seiner Flotte weiter fortsetzt“, sagt Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft. „Das ist ein wichtiges Signal an die Branche. Denn der Bund redet nicht nur darüber, dass LNG der Treibstoff für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist, sondern wir zeigen mit der Ausrüstung unserer eigenen Schiffe auch, dass wir wirklich davon überzeugt sind. Wir wollen selber einen Beitrag dazu leisten, den Schiffsverkehr sauberer zu machen. Damit gehen wir Hand in Hand mit der Branche.“

Neu ist bei der aktuellen Ausschreibung, dass der Preis bei den Zuschlagskriterien nur zu 30% in die Gesamtbewertung einfließt. Damit liegt ein deutlich höheres Gewicht auf den qualitativen Merkmalen.

„So haben deutsche Werften eine gute Chance sich im europaweiten Wettbewerb gegen Mitbewerber aus anderen Ländern durchzusetzen. Denn der deutsche Schiffbau zeichnet sich gerade durch seine hohe Qualität, seine Innovationskraft und den Grad an Hochtechnologie aus. Das ist ein echtes Plus!“, so Norbert Brackmann. „Bei den Zuschlagskriterien mehr Gewicht auf die qualitativen Merkmale zu legen ist nicht nur gut für die deutschen Werften, sondern auch für die Behörden. Denn die können sich sicher sein, mit Schiffen „made in Germany“ hervorragende Qualität eingekauft zu haben“, davon ist der Maritime Koordinator überzeugt.

Die Schiffbaubranche hatte in der Vergangenheit immer wieder beklagt, dass bei der öffentlichen Vergabe von Schiffsneubauten oft der Preis das ausschlaggebende Kriterium gewesen sei, weshalb die Aufträge häufig ins europäische Ausland gegangen seien. Norbert Brackmann hatte deshalb gleich zu Beginn seiner Amtszeit als Maritimer Koordinator einen „Ressortkreis Behördenschiffe“ ins Leben gerufen, bei dem u.a. die Praxis der Bundesressorts bei der Vergabe von Schiffbauaufträgen analysiert wurde.

Quelle: BMWi

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