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Abfallsammlung Bochum: Bund fördert alternative Antriebe

Die Umweltservice Bochum (USB) GmbH beschafft erstmals ein mit Wasserstoff angetriebenes Fahrzeug für die städtische Abfallsammlung. Die im Fahrzeug verbauten Wasserstofftanks speisen hierbei Brennstoffzellen, welche wiederum die für die Fortbewegung benötigte elektrische Energie produzieren. Durch die kontinuierliche Ladung der Fahrtbatterie werden so Reichweiten gewährleistet, die in der Abfallsammlung erforderlich sind. In den kommenden Wochen wird die USB GmbH die notwendigen Tankintervalle im Einsatz testen. Co-finanziert wurde das Fahrzeug mit einem Anschaffungspreis von 772.000 Euro aus Bundesmitteln des im vergangenen Jahr abgeschlossenen Sofortprogramms „Saubere Luft“.

Die Beschaffung drei weiterer Wasserstofffahrzeuge für die Restmüll-Sammlung in Bochum ist bereits in Planung. Mit circa 1,87 Millionen Euro werden etwa 90 Prozent der Anschaffungskosten durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) gedeckt. Die Fortsetzung des NIP zielt darauf ab, Mobilität mit Wasserstoff- und Brennstoffzellen bis 2026 wettbewerbsfähig im Markt zu etablieren und ist komplementär zum Programm der Elektromobilität sowie zu weiteren Maßnahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) der Bundesregierung zu sehen.

Mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, setzt die USB GmbH in ihrem Fuhrpark neben Wasserstoff auch auf Elektromobilität sowie auf Antriebe mit Erd- oder Biogas (CNG). Zusätzlich zu einer Vielzahl an Elektroantrieben im Fuhrpark der USB GmbH sind beispielsweise vier vollelektrische Kehrichtsammelwagen in der Stadtreinigung im Einsatz.

Darüber hinaus ist ein mit CNG betriebenes Abfallsammelfahrzeug neu hinzugekommen. Im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen bewirkt der Einsatz von CNG, neben der Reduktion von CO2-Emissionen, vor allem eine beachtliche Minderung des Ausstoßes von Rußpartikeln und Stickoxiden und trägt so zu besserer Luft in urbanen Ballungsräumen bei.

Das mit Wasserstoff betriebene Abfallfahrzeug wurde im Rahmen des oben erwähnten NIP II durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Koordination der Förderrichtlinie obliegt der NOW GmbH und wird durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Quelle: Beschaffungsamt des BMI – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung

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