Vergabeblog

"Der Fachblog des Deutschen Vergabenetzwerks (DVNW)"

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Gesundheits- & Sozialwesen

DVNW-Beitrag: Spectrum K plant dritte Rabattrunde – erneut im „Drei-Partner-Modell“

Von Brigitte KĂ€ser (AOK Niedersachsen)

Das BKK-Gemeinschaftsunternehmen Spectrum K plant die nĂ€chste Ausschreibung zu RabattvertrĂ€gen. Die dritte Runde soll mehr als 60 Wirkstoffe betreffen, die Ausschreibung soll vermutlich im Dezember veröffentlicht werden. Spectrum K wird – wie bei den vorherigen Ausschreibungen – mehrere Partner unter Vertrag nehmen, voraussichtlich ein Modell mit drei Herstellern pro Wirkstoff. Zur Erinnerung: Die VK Bund (VK 2-33/09; VK 1-107/09; VK 3-145/09) hatte ursprĂŒnglich das „Drei-Partner-Modell“ mit unterschiedlichen BegrĂŒndungen wegen unabsehbarer Kalkulationsschwierigkeiten verworfen…Gesamten Beitrag von Brigitte KĂ€ser (AOK Niedersachsen) im Deutschen Vergabenetzwerk (DVNW) lesen – nur fĂŒr Mitglieder des DVNW, kostenlose Mitgliedschaft hier beantragen.

Gesundheits- & SozialwesenPolitik und Markt

ArzneimittelrabattvertrÀge: Umsatzstarke Wirkstoffe werden neu vergeben

GesundheitBei vielen der großen Krankenkassen laufen die im Wettbewerb vergebenen RabattvertrĂ€ge fĂŒr umsatzstarke Medikamente demnĂ€chst aus. Die AOK z.B. meldet, dass sie ihre bislang umfangreichste Ausschreibung (AOK VII) an den Markt geben will, in der einige sehr umsatzstarke Wirkstoffe wie Pantoprazol erneut ausgeschrieben werden.
Die AOKen schreiben, obwohl es sich um jeweils selbstĂ€ndige Krankenkassen mit regionalem Bezug handelt, ihre RabattvertrĂ€ge gemeinsam aus, teilen aber die VertrĂ€ge in (diesmal acht) Regionallose auf. FĂŒr jedes Los wird (und wurde in der Vergangenheit) nur ein Vertragspartner gewĂ€hlt – angesichts der rechtlichen Unsicherheiten des 3-Partnermodells ein Ansatz mit Zukunft.

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VK Bund: Ausschreibungspflicht auch bei ArzneimittelrabattvertrĂ€gen „mit jedermann“ (VK 3 – 62/11)

GesundheitDie Vergabe von ArzneimittelrabattvertrĂ€gen erfolgt mittlerweile durchweg im Wege europaweiter Vergabeverfahren. Zwar haben einige gesetzliche Krankenkassen zunĂ€chst argumentiert, sie seien nicht an das Vergaberecht gebunden. Doch das erwies sich vor Vergabekammern und Gerichten als nicht haltbar und ist lange her. Vor kurzem unternahm eine einzelne gesetzliche Krankenkasse einen erneuten Anlauf gegen die Ausschreibungspflicht. Sie sagte zu, mit jedem interessierten Unternehmen einen Rabattvertrag zu schließen und ausdrĂŒcklich keine Auswahlentscheidung zu treffen. Damit sei die DurchfĂŒhrung eines Vergabeverfahrens nicht erforderlich.

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Vergabe von ArzneimittelrabattvertrĂ€gen: VK Bund verschĂ€rft Anforderungen an PreisprĂŒfungen

Gesundheit Der Wettbewerb um Marktanteile fĂŒr generische Arzneimittel findet in Deutschland mittlerweile hauptsĂ€chlich ĂŒber RabattvertrĂ€ge statt. Denn in der Apotheke werden in der Regel Arzneimittel von Herstellern verkauft, die mit der Krankenkasse des Versicherten einen Rabattvertrag abgeschlossen haben. Dementsprechend hart umkĂ€mpft sind die Vergabeverfahren, in denen die VertrĂ€ge vergeben werden. Mit dem aktuellen Verfahren der AOKs wurde eine neue Stufe erreicht: In gleich drei Entscheidungen musste sich die die Vergabekammer des Bundes mit den Anforderungen an PreisprĂŒfungen und Unterkostenangebote befassen (VK 3 126/10, VK 3 135/10 und VK 3 162/10). Sie ordnete eine neue Angebotsrunde an und verlangte, dass Unterkostenangebote konsequent ausgeschlossen werden. Der von den Auftraggebern hierbei angelegte Maßstab sei den Bieter transparent mitzuteilen.

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